2. März 2008

Merb mal genauer betrachtet

Vor einiger Zeit habe ich mal eine kleine Liste von Rails-Alternative zusammengestellt und mir dieses Wochenende die Zeit genommen, mich mal genauer umzusehen. Durch einen Artikel auf Ruby Inside bin ich auf Waves gestoßen, welches den Anspruch hat, “the next-generation framework” zu werden. Ob dem nun wirklich so ist sei mal dahingestellt, Fakt ist aber, dass sich aktuell etwas bewegt und rechts und links von Rails interessante neue Alternativen entstehen.

Die Kernbestreben dabei sind immer, thread-safe und leichtgewichtiger als Rails zu sein – womöglich auch noch ohne unnötige Abhängigkeiten wie beispielsweise bei der Wahl des ORM-Layers oder der Templating-Engine einzuführen. Da ich in letzter Zeit immer mehr darüber gelesen habe, stand es nun mal an, mir Merb genauer anzugucken. Dazu hier ein paar Gedanken und Verweise auf weitere Quellen dazu.

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27. November 2007

Ruby WebDev Framework Overload

Wie viele Ruby-Webentwicklungs-Frameworks braucht man um eine Glühbirne auszutauschen? Aktuell sprießen sie wie Pilze aus dem Boden, hier mal ein aktueller Auszug:

  • Camping – der Klassiker, nicht neu, dafür umso interessanter: why the lucky stiff‘s Minimicroframework… für jeden Ruby-Enthusiasten der Metaprogrammierungsgral
  • Cerise – Vorbild für die Architektur war der J2EE Application Server
  • Merb – Mit Rails als Vorbild, allerdings mit bewusster Unabhängigkeit vom ORM-Layer (bspw. DataMapper als ActiveRecord Alternative), ohne integrierte JavaScript Library und auch keine Template Engine – man will da leichtgewichtig sein, wo sich des Entwicklers Geschmäcker unterscheiden
  • Nitro – bringt einige Libraries mit sich, zum Beispiel jQuery und Og als ORM. Außer der Dokumentation gibt es nicht viel zu erkunden.
  • Ramaze – auf der Projektsite lässt sich nichts dazu finden, was dieses Framework besonderes zu bieten hat, nur der Hinweis, dass es ähnlich sein soll, wie Rails, Merb und Nitro – Wahnsinn!
  • Sinatra – aktuell noch relativ bescheidene Doku, wenn man sich nicht durch den Source Code wühlen will.
  • Wisteria- auch hier gibt es kaum Informationen, nur dass der Fokus auf Anwendungen mit RESTful API und Datei-Upload liegt.
  • Wuby – alles inklusive (Webserver, Support für verschiedene Datenbanksysteme, Template-Engine) und bewusst unabhängig von jeglicher Vendor-Software… keine anderen Libraries, keine Gems. FürInteressierte gibt es auch einen 30-minütigen Screencast dazu.

Wer braucht die alle und sind das Rails Alternativen? Ich habe mir die meisten nur flüchtig angeschaut, am ehestenRichtung Rails-Alternative scheint dabei noch Merb zu gehen. Der Rest fokussiert eher einzelne Features und will möglichst leichtgewichtig sein, aber wozu sollte es auch aktuell eine Rails-Alternative brauchen? Selbst Rails findet erst langsam seinen Weg, wird mit Version 2.0 in festere Formen gegossen und hat den Hype (wenn man es so nennen will) ganz klar auf seiner Seite… die Entwicklungen in Rails geben derzeit den Ton für viele andere Frameworks an und inspirieren diese.

Die weiteren Frameworks hier sind wohl eher aus der Motivation entstanden, eine leichtgewichtige Möglichkeit zur Umsetzung kleinerer Projekte zu sein – vielleicht hört man ja in nächster Zeit mehr zu einem davon. Bisher war mir nur das kürzlich veröffentlichte Sinatra durch einige Blogartikel ein Begriff.

Wer sich für Ruby generell interessiert, dem sei ein Blick in Camping empfohlen, das macht wirklich Spaß und ist wie alle Projekte von why eine schöne Fundgrube für Ruby Fu!

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