Gestern war es mal wieder so weit und ein illustrer Haufen aus Bremen versammelte sich zum örtlichen Geektogether. Nachdem wir uns das letzte Mal auf dem vorderdeck sonnen durften, entschlossen wir uns für diese Sitzung in der allseitsbekannten foo->{bar} niederzulassen.
Zusammen mit Lotz ging es dort hin, wo wir trotz früher Uhrzeit nicht die ersten waren: Harry und Andreas Hayden waren dabei, Fotos für HDR-Aufnahmen des Bar-Interieurs zu machen – was dann auch gleich den ersten spontanen Vortrag brachte: Vor einiger Zeit gab es einen Spiegel Online Artikel zu HDR-Fotografie, den die meisten von uns gelesen hatten und in den von Lesern eingesendeten Aufnahmen fand Harry dann auch die Bilder seines ehemaligen Azubis wieder – so klein ist die Welt
Der Surrealismus lebt
Jedenfalls erzählte Andreas uns von seinen Erfahrungen mit HDR-Fotografie, Dinge die zu beachten seien und wie man selbst zu solchen Bildern kommt – sehr interessant! Lotz, wir sollten das auch mal ausprobieren – dann nehm ich auch mein Stativ mit, damit die Fotos nicht so schwammig werden wie die Bilder von gestern Abend…
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit konstanter Blende verschiedene Belichtungsvarianten (möglichst weit auseinander, es soll aber auch mit einfachen Belichtungsreihen gehen) des Motivs schießt und diese verschiedenen Aufnahmen dann arrangiert, wofür es auch extra Programme gibt. Eckhard sah sehr begeistert aus, wahrscheinlich sieht man ihn in naher Zukunft auch mit einer Knipse durch Bremen laufen und Fotos wie diese oder jene zu machen.
Eine Stunde, dann kommt Stromberg!
Der Zeitplan des Abends war bei einigen Teilnehmern auf Grund ihrer TV-Obsessionen sehr straff – daher keine Zeit verlieren und auf zum nächsten Vortrag: Der extra aus dem heimischen Lemgo zum Geeken eingeflogene Sören erzählte uns von seinen Erfahrungen der Ruby on Rails-Entwicklung unter Windows und dem dafür genutzen Präferenzprogramm RadRails. RadRails basiert auf Eclipse und ist von der Ausstattung her eine recht umfangreiche IDE, alles dabei was sich das Entwicklerherz wünscht: SVN direkt integriert, View auf die Datenbank, Server starten, integrierter Browser und der ganze Schnickschnack – unter Windows nutze ich auch RadRails, muss aber sagen, dass ich noch nicht so richtig warm damit geworden bin… irgendwie steh ich mehr auf meinen TextMate und das Repository versteht sich blendend mit meiner Konsole.
Das führte zu einer lebhaften Diskussion über favorisierte Editoren, den Mehrwert von Tab Triggers und Code Completion bis der Arzt kommt. Eckhard erwähnte noch die neuerdings bestehende Ruby-Unterstützung von NetBeans und dass diese IDE auch als erste Code-Vervollständigung bietet. Henrik verwies in diesem Zusamenhang auch auf einen Ruby/Rails IDE Vergleich, welcher die Unterschiede recht ausführlich dokumentiert.
love your data. back it up!
Daniel Schlichtholz lies den Bofrost-Wagen stehen
und fuhr mit dem MySQL-Dumper Truck vor, welchen er uns dann auch näher brachte: Der MySQL-Dumper ist ein Programm mit dem man MySQL-Datenbanken sichern und wieder einspielen kann – darüber hinaus noch eine Menge an Features, welche sich unter anderem der Umlautproblematik annehmen, mit der ich auch schon zu kämpfen hatte. Auch hier: Sehr interessanter Vortrag, das Tool kann eine Menge, ich werde es mir die Tage über auch nochmal genauer angucken und mir dann auch Daniels Beitrag über die Probleme mit den Umlauten durchlesen – vielleicht komme ich so ja Ute Facht auch etwas näher
Probleme mit den Umlauten müssen aber nicht nur auf dem falschen In- oder Output der Datenbank beruhen, sondern können bei falscher Webserverkonfiguration auch am gesendeten Charset-Header liegen. Wird der Header nämlich gesendet, so werden die Angaben zum Zeichensatz in den Meta-Tags der Seite ignoriert… vielleicht kann das jemand nochmal in den Kommentaren näher ausführen, ich war bei der Diskussion nicht ganz dabei – dankeschön.
By the way: Die Tutorialsection des MySQL-Dumpers ist auch für Leute, die das Tool nicht benutzen, sich aber mit den Widrigkeiten von MySQL rumschlagen müssen eine gute Anlaufstelle – und die Website ist auch schick
Zukunftsmusik
Ingo erzählte zum Abschluß des Abends über die Neuerungen von CSS 3, auf welche wir im Praxiseinsatz sicherlich noch ein wenig warten dürfen – schade eigentlich, denn es sind gute Sachen dabei: Vor allem die Pseudo-Struktur Elemente wie :first-child und :last-child oder auch Attributselektoren wie input[type=text] (die es ja teilweise auch in CSS 2.1 schon gibt) würden bei weitreichender Unterstützung echt weiterhelfen.
Auch hier gab es wieder eine nette Diskussion zum Für und Wider, wieviel Logik darf CSS enthalten (wenn es um solche Dinge wie Pseudo-Statusselektoren wie input:checked oder so geht) und ob da nicht auch Sachen entworfen werden, die letztendlich keiner braucht… was uns dazu führte, dass wir bei einem der nächsten Male auch Working Drafts und Recommendations besprechen und überarbeiten werden – tja, so elitär und vielleicht auch etwas arrogant sind wir mittlerweile
foo->{bar}
Kommen wir zu den Schlußworten: Auf allgemeine Zustimmung traf der Vorschlag, auch die nächsten Sitzungen in der foo->{bar} zu zelebrieren und so haben wir uns jetzt auch mal einen festen Termin zugelegt: Wir treffen uns von nun an immer den zweiten Mittwoch im Monat, vorher geht wie schon bekannt richtig schön old-skool mäßig eine Massen-Ankündigungs-und-Spam-Mail-Attacke los, so dass es auch ja keiner verpasst.
Im Zuge der Draft und Recommendations-Besprechung ist hiermit auch der Call for Papers für das nächste Treffen eröffnet – Henrik wird uns soweit ich das verstanden habe mit seinen Ausführungen zum Objekt-orientierten Bier öffnen beglücken, Lotz wird (ich setz dich unter Druck, sonst machst du das eh nich
) uns von seinen Ausflügen im Land der Web-Services berichten und ich könnte auf Harrys Wunsch hin was zum Entwurf zu XHTML 2.0 sagen.
Ach ja, Ingo: Machst du was über die Car-Stuck Girls oder war das doch irgendwas mit Traktorpulling auf DSF?

13. März 2007 um 09:59
Lutz schreibt:
Junge, Junge, du bist ja schon ganz schön fleißig am Morgen, ich bin beeindruckt.
OK, wenn du mir schon öffentlich die Pistole auf die Brust setzt: zum nächsten Mal bereite den ersten Teil meiner Webservice-Erzählungen vor (ich mache da so ‘nen Fortsetzungsroman drauß, für einmal wird das sonst zu viel oder zu oberflächlich) und du fotografierst das nächste mal mit Stativ in HDR
Bleibt nur noch zu erwähnen, dass mir unsere gestrige Veranstaltung ebenfalls sehr gut gefallen hat und ich wieder eine Menge mitgenommen habe – herzlichen Dank an alle Beteiligten dafür.
13. März 2007 um 11:03
stffn schreibt:
Wie gestern bereits angedeutet, hätte ich für nächstes Mal noch “User-driven Quality Management for User-generated Content – a Survey” anzubieten. Der Extended-Abstract geht dem Foobar-Bremen-Chair natürlich noch rechtzeitig vor Ablauf der Call-for-Paper-Deadline zu.
13. März 2007 um 12:33
ingoZen schreibt:
Ich weiss noch nicht genau was ich mache. Deine Mudder hatte grad angerufen und wollt ’ne Empfehlung aussprechen. Allerdings konnt ich Sie nicht ganz verstehen, die Kühlung war so laut … Ich glaub sie sagte was von LKWS und ZDF … oder war’s DSF?!
13. März 2007 um 13:00
DSB schreibt:
Der Sachverhalt war so: wenn der Apache beim Parameter add_default_charset einen Wert eingetragen hat und die Webseite sendet keinen regulären Header, sondern verlässt sich einzig und allein auf eine META-Tag-Angabe zum Charset, dann wird der Meta-Tag ignoriert und durch den im Server angegebenen Zeichensatz dargestellt.
Deshalb: um auf der sicheren Seite zu sein, sollte immer einen richtigen Header (in PHP mittels header() ) und Meta-Tag senden!
Entdecken lässt sich die Unstimmigkeit über die Anzeige der Kodierung im Browser. Weicht diese von der Meta-Angabe ab, so ist dieser Fall eingetreten.
13. März 2007 um 17:21
Henrik schreibt:
Ich habe mal geordert! Demnächst haben wir also ne Seite.
14. März 2007 um 10:49
Dennis schreibt:
Hui, das ging aber flott – ich würde nur nicht den Vergleich mit dem Webmontag suchen
14. März 2007 um 22:36
Sören schreibt:
*****BREAKING NEWS****** Ganz Bremen sucht die Foo-Bar!
Übrigens kann ich auch bei meiner Kompaktkamera FinePix Z1 Lichtwerte von -2 EV bis + 2 EV einstellen. Für HDR-Beginners reichts vielleicht erstmal.
SQL INJECTION: DROP DATABASE;
14. März 2007 um 23:44
Dennis schreibt:
whoa, Ute Facht hat mittlerweile eine eigene Website mit very minimal style, aber zumindest muss sie jetzt nicht mehr beim Aschenbecherwettdrehen auf Eurosport mitmachen… geile Alte!
15. März 2007 um 00:03
DSB schreibt:
lol – die gute Ute hat aber noch gar keinen Body.
So ent-Facht Ute aber nix bei mir. *g*
15. März 2007 um 01:19
Dennis schreibt:
Ute Facht validiert auch ohne Body, what a pity!
btw: Wenn ihr euch auch alle nen Gravatar zulegt, dann wird es etwas bunter hier im Kommentarkeller
Guts Nächtle!
15. März 2007 um 20:14
ingoZen schreibt:
Türlich validiert sie. Und warum? Weil sie’s kann!
Ute is’ halt ’ne ganz schön geile Alde …
13. April 2007 um 13:23
Sebastian schreibt:
Ja, echt! Zeigt Gesicht!