27. August 2007

Embracing microformats

Microformats LogoVor zwei Monaten brachte dopplr ein Feature raus, welches wieder einmal bewies, das großartige Features nicht immer aufwändig sein müssen: Der Import des Freundesnetzwerks – ermöglicht über Microformats. Dadurch wurde mir erneut klar, was für ein mächtiges Werkzeug Microformats sind – kleiner Aufwand (da trivial zu implementieren ), große Wirkung.


Jedes Mal wenn ich mich für einen dieser neuen hippen Web2.0 Dienste anmelde, stehe ich vor dem gleichen Problem: Das soziale Netzwerk auch hier anlegen, was bedeutet, dass ich erneut alle möglichen Leute mit Freundschaftsanfragen nerven und mir selbst die Mühe sie rauszusuchen machen muss. Sehr nervig, zu mal das einfach stumpf und überflüßig ist. Ich habe bereits auf anderen Portalen meine Kontaktlisten, so dass das Ganze nur portabel sein müsste.

Und da es wohl noch etwas länger dauern wird, bis es etwas portables geben wird (Notiz an mich selbst: Dezentral und portabel ist Killer – Businessplan andenken!), ist der Ansatz etwas Brauchbares per Microformats auf die Beine zu stellen genau richtig: Man hat auf allen Netzwerken meistens eh den gleichen Benutzernamen, einige davon unterstützen Microformats – also würde es ausreichen auf einer dieser Plattformen sein Kontaktnetzwerk zu pflegen und es bei anderen Diensten importieren zu können. Für wevent habe ich innerhalb kürzester Zeit sowas gebaut: Der Benutzer kann die URL seiner Kontaktseite auf einer anderen Plattform angeben, wir durchsuchen diese Webseite nach hCards und gucken ob seine Freunde dort auch bei uns angemeldet sind… schon entfällt das lästige suchen und wie gesagt: Wenig Aufwand große Wirkung!

hCards sind kool, damit lässt sich viel anstellen – es geht aber noch besser :)

wevent importiert Events per hCalendar

Was mir danach einfiel war, dass man ja auch mit hCalendar interessante Dinge anstellen könnte (was für wevent natürlich sehr nahe liegt): Warum nicht komplette Inhalte von anderen Plattformen transferieren (kopieren oder klauen würde sehr hart klingen ;) )? Auch hier ist das Potenzial vorhanden: Dienste wie upcoming, last.fm oder eventful haben Infos die wir auch gerne hätten und bieten diese mikroformattiert an – da wäre es ja quasi fahrlässig, so eine Chance auszulassen und daher kann man ab sofort auch Events importieren.

Auch hier wieder: Geringer Aufwand, große Wirkung! Wer mag, kann nun ganz easy Konzerte die er bei last.fm findet bei uns anlegen und die Mädels und Jungs von der pl0gbar freuen sich, weil sie nicht mehr alles doppelt eintragen müssen ;) – wer das Firefox-Addon Operator installiert hat, kann das wevent UserScript von Matthias Pfefferle dafür benutzen.

Technisch war das kein Problem, denn Mofo – einem Microformats-Parser für Ruby – muss man nur die URL übergeben und bekommt dafür eine Liste der gewünschten mikroformattierten Inhalte (hCard, hCalendar, hReview, hEntry, …) zurück, Rails-like superkomfortabel! Für PHP gibt es natürlich auch Parser, wie zum Beispiel hKit.

Also Leute, geht raus, bastelt Anwendungen, die es den Leuten noch einfacher machen – Microformats können eins der Werkzeuge dazu sein!

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3 Kommentare

  1. …und somit wird wevent zur absoluten Microformats-Killerapplikation. Super Arbeit Dennis!

  2. [...] Die zwei Jungs von wevent haben mal wieder tolle Arbeit geleistet. Nach dem “Freundesnetzwerk-Import” über das hCard Microformat haben sie das ganze in Windeseile auch noch für Events umgesetzt. Über “Events Importieren” ist es möglich mit hCalendar ausgezeichnete Events in wevent zu importieren. Einen sehr schönen und ausführlichen Bericht über das neue Feature findet ihr auf Dennis’ Weblog. [...]

  3. Cooles Feature! Ich hab’ gerade mal ein Event aus last.fm importiert, hat wunderbar geklappt. Dann habe ich es per Operator von wevent in meinen Google Calendar geschoben, dabei hatte ich allerdings einen Zeitversatz von zwei Stunden. Das liegt aber offenbar nicht an wevent, den Tails zeigt die korrekte Zeit an. Ich schiebe es mal auf die Zeitzonenproblematik bei hCalendar.

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